Nach der Partyinsel Langeoog mit ihrem freundlichen Plastikfisch und der legalen Droge Wangerooge mit ihrem fröhlichen Schwein musste nun leider festgestellt werden, dass das selbst ernannte „Dornröschen“ unter den ostfriesischen Inseln, Baltrum, so rein gar nicht nett zu seinen Tieren ist:

Der tierfreundlichen Betrachterin fiel natürlich sofort auf, wie hungrig das rote Schaf guckt. Und wie lethargisch die anderen. Und wie wenig Platz diesen doch eigentlich bewegungs- und auslauffreudigen Springinsfelden eingeräumt wird! Na klar, Baltrum ist nun wirklich nicht groß, aber so weit ich das beobachten konnte, wurden die anderen Tiere der Insel – Fasane, Kaninchen, Ponys, Kaltblüter und Senioren – auch nicht in ihrem Lebensraum beschnitten. Ganz im Gegenteil: so lange sie den wenigen Radfahrern aus dem Weg gingen, konnten sie tun und lassen was sie wollten. Warum also gerade diese possierlichen Tierchen eingesperrt wurden, weiß nur der Wind. Das muss sich ändern! Die Freunde der Freunde von Emilio Estevez werden hiermit aufgefordert, ihre Stimme gegen Schafeeinschränkung auf Baltrum zu erheben!
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Fast immer geht es bei den Freunden von Emilio Estevez nur um Politik, Wirtschaft und Tine Wittler! Klar: Erwachsene und Adoleszente finden das gut – aber wenn wir mal ganz ehrlich sind: Für die Kinder tun wir in unserem Blog bislang relativ wenig (wenngleich immer noch mehr als andere Blogs! Immerhin arbeiten wir etwa gerade hart an einem Artikel über das Pokemon-Magazin) – und das wobei doch die Kiinder von heute die blog-Leser von Morgen sind! Es ist also wichtig, dass wir mehr für die Kleinen tun! Und was lieben Kinder ganz besonders? Genau! Mooreidechsen!
Weil das Moormuseum Moordorf in Ostfriesland („Das Museum der Armut zum Anfassen und Mitmachen mit der gemütlichen Teestube“; moormuseum-online ) eine so schöne Mooreidechse als Maskottchen gewählt hat, dass es wohl keine schönere geben kann, übernehmen wir die also einfach als auch unser Maskottchen:
Liebe Kinder aufgepasst: Hier kommt Menno, die Mooreidechse!

Menno wird euch in Zukunft coole, Eidechs-tastische Tipps und Tricks mit auf den Weg geben!
Es gibt auch mal wieder was zu gewinnen: wer malt uns die schönste Mooreidechse?
Falls die Moormuseumsleute ihr Maskottchen nicht bereitwillig mit uns teilen sollten brauchen wir ja eine neue Mooreidechse! Und vielleicht malt ja sogar wer eine Mooreidechse, die noch schöner ist als Menno? In dem Fall würden wir die natürlich als neues Maskottchen nehmen!
Zu gewinnen gibt es eine leckere Frucht von Rewe!
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Ob der Rosenkohl gestern wirklich noch hätte sein müssen?!
Heute möchten die Literaturfachkräfte dieses Blogs ein ganz einzigartiges, umwerfendes Meisterwerk besprechen, das Buch „Lode Runner – The Legend returns. Der ultimative Strategie Guide zu allen 330 Levels.“ von Wolfgang Bergfeld.

Es handelt sich hier in erster Linie um ein Buch zu einem Computerspiel, das Anfang der 90er moderate Erfolge feierte, ist aber noch viel mehr. Es eröffnet zunächst intime Einblicke in die Welt des Lode Runners, eines Mannes, der über fabelhafte Fähigkeiten verfügt: Bergfeld schreibt, wie der Mann Stürze aus hoher Höhe überlebt, unmengen an Gold tragen kann, während er unermüdlich rennen kann. Per Tatsendruck kann er mit einer Art Strahlenwaffe in den Boden bohren – Fähigkeiten, von denen wir Normalsterblichen nur träumen können! Doch der Mann braucht diese Fähigkeiten auch dringend, ist er doch auf der permanenten Flucht vor Mönchen, die ihn umbringen wollen und sein Geld stehlen wollen! Zweifellos eine höchst gelungene Religionskritik, die Bergfeld meisterhaft weiter zuspitzt. Ich möchte eine kurze Textstelle aus dem Kapitel „Rotkäppchen? Von wegen!“ zitieren, in dem die Mönche en Detail beschrieben werden:
Glücklicherweise sind diese Mönche ganz schön blöd! [...] Nehmen wir an, ein Mönch kommt auf sie zugestiefelt. Sie, nicht faul, besteigen eine Leiter. Der Mönch wird nun seinerseits ine Leiter hochkraxeln, allerdings normalerweise nicht die ihre, sondern einfach die, die ihm am nächsten ist. Wähnt er sich dann in einige Sprossen höher in bestmöglicher Nähe zu Ihnen, zappelt er dort nicht selten sinnlos herum.
Nicht nur, dass der Klerus als geldgierig und dafür über Leichen gehend dargestellt wird, er wird überdies veralbert und der Lächerlichkeit preisgegeben. Viele Leser von „Lode Runner – The Legend returns. Der ultimative Stategie Guide zu allen 330 Levels“ mögen sich an diesen sehr gewagten Äußerungen stören, doch gebietet es die schriftstellerische Freiheit, dies so hinzunehmen. Lode Runner ist sicher keine Welt, in der man ständig mit Plissé-Handschuher herumläuft! Nach weiteren Informationen über die harrsche Welt, in der das Spiel angsiedelt ist (besonders lesenswert: „Über Leitern und Stangen“!) , geht Bergfeld dann in den Strategie-Teil über, zweifellos das Herz des Buches. Wir erfahren, ie sich der Lode Runner seinen langen und komplizierten Weg durch 330 Levels bahnen muss, über welche Treppen er geht und wie er Mönche in gebohrte Löcher fallen lassen kann. Er erleutert, wo genau die Leitern sind, welche Laufwege die Mönche zurücklegen, weiht den Leser in die faszinierenden „Bonusgegenstände“, eine Spritze, einen Leimtopf und eine Bombe, ein und fasziniert dabei nicht nur durch sein detailreichendes und tiefgehendes Wissen, sondern auch durch seine feinsinnige Beobachtungsgabe und durch großen Witz, vielleicht exemplarisch an diesem kurzen Textauszug aus Kapitel „Level 114: Workload“
Laufen sie los, holen sie die Hacke, wenn sie wollen, und graben sie direkt neben dem „Tannenbaum“ drei Löcher. Wenn sie schnell genug waren werden die Mönche zerquetscht. Tauchen alle links oben wieder auf, empfangen Sie sie wiederum mit drei Löchern. Mindestens einer muss nämlich rechts oben erscheinen um das für Sie unerreichbare Stück Gold mitzubringen.
Das Ganze wird wunderbar unterlegt mit herrlichen Illustrationen aus dem Spiel: 
Wegen seiner schier unfassbaren Komplexität, seiner charmanten Art und der akrybischen Zusammensstellung von Taktiken und Strategien ist dieses Buch, auch wenn das Spiel „Lode Runner“ längst nicht mehr von Relevanz ist, ein absolut zeitloses Wunderwerk und nach wie vor ein fesselnder Lesespaß für jung und alt, aus dem man noch eine ganze Menge lernen kann!
Das Buch ist 1995 im Verlag „ITP Woframs“ erschienen. Es kostete damals schlanke 29,80 Mark. Es ist heute nur noch antiquarisch erhältlich.
Da sitzt man gemütlich in der Küche, denkt an nichts böses, macht sich eine Fertigsuppe – und dann das:
Es soll nicht heissen die Freunde von Emilio Estevez würden immer nur Filme schauen und in Kneipen herumlungern, während sie dabei schussstarke Getränke und taktische Fleischspezialitäten sich einverleibten.
Mitnichten, denn die Freunde von Emilio Estevez fröhnen auch den hohen Künsten der Literatur. Und hätte der feine Herr Estevez mal ein paar Büchlein geschrieben, hätten wir schon längst darüber berichtet. So mussten nun alle bis heute warten, dass wir ein erstes Buch rauskramen, was dem Geiste von Emilio Estevez würdig ist.
Das Meisterwerk heißt: „Das Spiel findet statt“ und stammt von Karl-Heinz Meyer und ist erschienen in der Reihe „Von Ufer zu Ufer“ im Ernst Kaufmann-Verlag. Leider wissen wir nicht, aus welchem Jahr dieser literarische Leckerbissen stammt, aber Schätzungen sprechen für das Jahr 1……oder früher………vielleicht auch nach dem Krieg, da die Charaktere Otto, Bernd, Klaus und Walter heissen……

Knackige Burschen in kurzen Hosen
Die Geschichte spielt in einem Heim für äußerst seltsame Kinder….sie scheinen auch alle bettelarm zu sein, da sich über so alltäglichen Humbug wie Äpfel und Mäntel freuen, einer von Ihnen ist auch gerne Schokolade.
Was der Titel vollmundig verspricht, nämlich ein Fußballepos voll Dramatik und Adrenalinschüben wird leider in keinster Weise erfüllt. Der Hauptcharakter Bernd, ein widerlicher kleiner Gernegroß, schießt gerne Tore und ärgert dadurch die größeren Schüler, insbesondere seinen Bruder Otto. Der kann so ziemlich gar nichts, nicht mal beim Billard ist er eine Leuchte. Deshalb kriegt er von Herrn Weiß auch keinen Mantel, dafür aber Bernd. Bernd weint, Otto ist sauer und geht ins Kino. Irgendwann ist er noch Schokolade und verprügelt Bernd, der deswegen nicht beim Fußball teilnehmen kann. Der Anstaltsleiter Herr Weiß ist irgendwann komplett aus dem Häuschen und fährt mit seinem Rad (so ein reicher Schnösel) durchs Heim und erzählt allen, dass das Spiel stattfindet. Warum auch nicht? Nur weil einer keinen Mantel hat? So ein Schmarrn….
Naja, also mit Fußball hat das alles nicht viel zu tun…….die Essenz der Geschichte ist: wenn du schnell bist, schießt du Tore; wenn du nur Schokolade ist und Geld für teure Schuhe ausgibst, dann nicht! Abschließen möchte ich noch mit einer kurzen Textpassage.
„Als er sich auf das Bett niederhockte, fühlte er in der Hosentasche den Apfel, den er sich vom Abendessen aufgespart hatte. Da kam ihm ein heller Gedanke. Er empfand ihn wie einen rettenden Einfall. Sogleich machte er sich daran, ihn auszuführen. Der Otto aß doch Äpfel so gern, Otto sollte ihn haben.“
Wer dieses Meisterwerk übrigens gerne mal lesen möchte, kann es sich gerne bei mir abholen.
Am 27. September wird bekanntlich aufs neue die Palaverrunde der Republik gewählt, richtig: Das Parlament.
Wer bis jetzt noch nicht weiß wen er wählen soll kann natürlich wie immer auf die Freischaltung des Wahl-o-maten warten, sich anhand des größten zur Schau gestellten Dekoltees (Tip: Vera Lengsfeld, CDU) eine Meinung bilden oder einfach mal schauen, wer den größten Fußballsachverstand hat.
Ich bin ja bei weitem kein Freund der heutigen SPD, aber das Interview ihres graumelierten Kanzlerkandidatens Frawa Steinmeier auf 11Freunde hat mich heute morgen dann doch schon arg zum Grübeln gebracht….
Ich kann wirklich jedem nur ans Herz legen, hier mal vorbeizuschauen….



