Friends of Emilio Estevez


Kultur, quo vadis?
Juli 10, 2009, 7:51 am
Filed under: Andere Zeitungen, Kultur, Tierplastiken, Unterwegs

Oh je! Es steht nicht allzu gut um den Kulturstandort Deutschland!

Gute Filme? Werden alle anderswo gedreht (zb. die RoboGeisha in Japan, Mighty Ducks 1, Mighty Ducks d2, Mighty Ducks d3 – Jetzt mischen sie die Highschool auf – alle in Amerika).

Gute Fernsehshows? Finden de facto nicht mehr statt (naja… immerhin gibts den Lichtblick Tine Wittler und das Warten auf die nächste Staffel „Bauer sucht Frau“)

Gute Zeitungen? naja

Einzig die Literatur machte bislang noch was her. Überall in der Welt schätzt man Bücher „made in germany“, Goethe, Döblin und Benjamin von Stuckrad Barre sind längst keine Insider-Tips mehr. Man sollte meinen, es ist doch möglich, sein Leben als Starautor irgendwie refinanziert zu bekommen. Doch oh je! Oh je! Dem ist leider auch nicht mehr so, wie jetzt deutlich geworden ist. Bestseller-Autor und Lifestyle-Experte Hermann Hesse (Steppenwolf, Angriff der Killerzombies, Sidharta etc.) musste unlängst die hohe Kunst der Schriftstellerei links liegen lassen und stattdessen ein Schuttbeseitigungsunternehmen gründen um seiner Frau weiterhin die teueren Joga-Kurse bezahlen zu können.
schutbeseitigungsfirma herman hesse

Traurig, traurig, dass offenbar mit Literatur in Deutschland nicht mehr viel zu holen ist. Dem Zeitgeist angepasst hat sich übrigens bereits (mal wieder) Hannover! Hier wird auf subtile Art und Weise durch Mülleimer-Design ausgedrückt, dass die Menschen, die noch lesen, de facto Müll im Kopf haben.
kritisches hannover

Will Hannover hiermit einen Vorwurf machen? Oder selber eifrig mit am Aussterben der Literatur helfen?
Wie auch immer: Eine traurige Sache!

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2 Kommentare so far
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Hannover glänzt allgemeinhin nicht gerade mit seinem Literaturbetrieb. Wen wundert es aber, dass sich viele Hannoveraner der Literatur gegenüber zuweilen recht ulkig benehmen, wenn zu den wenigen Schriftstellern, die diese Stadt hervorgebracht hat, ausgerechnet der verschrobene Kurt Schwitters gehört. In dieser Hinsicht, kann der Eulen-Mülleimer sozusagen als Homage an diesen Künstler und Schriftsteller gesehen werden: hat ja auch er Müll für seine Kunst verwertet!

Kommentar von roteJulia

Ich steh ja echt auf Meinungsfreiheit und die ganze Bande, aber wer was gegen Hannover äußert hat die Stadt wohl noch nicht verstanden! Dass mit diesem Mülleimer eine Warnung, die einst Heinrich Heine kundtat, verbreitet werden soll, liegt ja wohl auf der Hand: Da, wo man Bücher wegschmeißt, schmeißt man irgendwann auch Menschen weg….ein klares Credo in unserer durch Technik bestimmten Gegenwart. Oder wann hat von euch jemand den Fernseher noch per Hand umgeschaltet oder den Pudding mit dem Schneebesen verrührt? Na also……ich werde nicht müde zu wiederhoeln: Von Hannover lernen, heißt Siegen lernen!

Kommentar von friendsofemilioestevez




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