Friends of Emilio Estevez


Dragonball Evolution
November 5, 2009, 2:37 pm
Filed under: Aaaaah!, Filme in denen gekämpft wird

Viele Filme haben deutliche Schwächen. Manchmal passiert es, dass die Schauspieler kein sonderliches Talent haben, manchmal hat die Geschichte einige Schwächen, manchmal wird versucht, etwas lustig darzustellen und dabei rigoros gescheitert. Manchmal passiert sogar mehreres davon gleichzeitig, aber das ist meistens schon okay. Solche Filme haben dann einen Trash-Apeal oder irgendetwas anderes, das ihnen eine Daseinsberechtigung verleiht. Und es ist ja auch nicht leicht, einen guten Film zu machen, sowas braucht viel Arbeit etc.

Es kann also durchaus okay sein, wenn ein Film deutliche Schwächen hat.

Anders verhält es sich bei DRAGON BALL EVOLUTION

An diesem Film ist absolut, durch die Reihe weg, alles schlecht.

Die schauspielerische Leistung der Darsteller ist etwa auf dem Niveau von einem plattgefahrenem Milchkarton, die Ausstattung des Films ist im unteren Drittel von lächerlich, die Handlung ist…

Tja, die Handlung. Sie beruht extrem lose auf den Comic-Heften, was da auf ca. 1500 Seiten ausgebreitet ist passiert hier in 73 Minuten. Lauter kurz angedachte Handlungsstränge fangen an und verlaufen sich dann wieder, der Film ist keine zwei Minuten lang stringent oder irgendwie zusammenhängend.

Los geht es mit einer epischen Einführung mit Schwenk durchs Universum und kurzer Zusammenfassung der Hintergrundgeschichte: Die Götter haben einen Bösewicht, den schrecklichen „Lord Piccolo“, der die Erde vernichten wollte, in ein Gefäß gequetscht und so verbannt. Und es gibt sieben Dragonballs, mächtige Kugeln, die, wenn man alle beieinander hat, einen Drachen rufen, der einem einen Wunsch erfüllt.  Zusammenhang ->?

Piccolo ist jedenfalls frei (warum auch immer?) und sucht die Dragonballs.

Goku, der Held der Geschichte, trainiert währenddessen mit seinem Opa kämpfen und führt dann ein kurzes, spontanes Gespräch mit ihm, in dem er kurzerhand alle grundlegenden Geheimnisse der Kampfkunst erklärt bekommt („Höre auf deine innere Stimme“, „Werde eins mit dem Gegener“, „Entdecke dein Ki“), die der Großvater ihm vorher scheinbar noch nicht erklärt hat. Goku denkt über das gehörte nach. Weil er an der Schule immer gehänselt wird, ist er aber aufmüpfig. Außerdem hat er auch noch Geburtstag und bekommt einen Dragonball geschenkt.

Dann geht er zur Schule. Dort hänseln ihm wieder Leute und er kämpft nicht mit denen. Im Unterricht lernt er etwas über Sonnenfinsternissen und er lernt seine Klassenkameradin ChiChi kennen, für die er mit einem WIndstoß einen Schrank öffnet. Sie unterhalten sich dann darüber, dass beide „Ki“ „haben“ und ChiChi läd Goku auf ihre Party am Abend ein.

Goku geht hin, die Schlägertypen wollen ihn da verprügeln aber er weicht denen so kunstvoll aus, dass die sich selber verprügeln. Dann redet er ein bisschen mit ChiChi und schaut den Mond an, der kurz funkelt, woraufhin Goku bemerkt, dass mit seinem Großvater etwas nicht stimmt. Er geht also nach Hause und tatsächlich – Jemand hat das Haus vom Großvater zerstört und wollte den Dragonball klauen. Dann kommt Bulma, eine etwa 16-Jährighe Superkämpüferin, die nach eigenen Angaben einen Doktortitel in angewandter Dynamik, Nebenfach Waffenkunde hat. Sie sucht auch die Dragonballs und hat ein Gerät gebaut, dass die Dragonballs aufspürt. DIe beiden freunden sich dann aber an. Der Großvater stirbt und verrät Goku mit den letzten Worten, dass er zu Roshi gehen soll, der ihm irgendwas sagen kann.

Goku trauert nicht um den verstorbenen Opa sondern fährt mit Bulma direkt zu Roshi, der erst gegen ihn kämpft, dann aber doch ihr Freund wird. Er war auch irgendwie der Trainer von Gokus Opa obwohl er deutlich jünger ist als der Opa es war. Naja. Unterdessen lässt sich Piccolo Blut abnehmen, woraufhin eine Silhouette hinter einem Schirm erscheint. Was das bedeutet? Tja…

Dann fahren sie zu einem Vulkan weil Bulma spontan entdeckt hat, dass da ein Dragonball ist. Auf dem Weg fallen sie aber in ein Loch, das ein Räuber gegraben hat. Mit dem freunden sie sich auch an und weiter gehts zum Vulkan. Dieser ist bevölkert von Monstern vom Planeten Namek, die unsterblich sind, außer, wenn man sie in die Lava wirft. Unsere cleveren Freunde kämpfen gegen sie und werfen sie dann in die Lava, holen den Dragonball und gehen nach Hause, weiter trainieren und kämpfen. Es findet auch noch ein großes Turnier statt, auf das aber nicht weiter eingegangen wird.

In einem Tempel trifft Goku ChiChi wieder, die bringt ihm bei, wie man das Ki nutzt und ein Kame-Hame-Ha herzeugt. Währenddessen gibt sich Mai, die Gespielin von Lord Piccolo, als ChiChi aus und klaut die Dragonballs, die Kämpfer erledigen aus Versehen die echte ChiChi, die falsche entkommt. Die anderen verfolgen sie aber und finden dann das geheime (?) Versteck von Lord Piccolo, und kämpfen gegen ihn und seine Vasallen (bzw. Mai, die eigentlich die einzige Vasallin ist). Roshi nutzt eine extrem schwierige Technik, die er auch noch nebenbei von einem Schwarzen mit weißen Augenbrauen, der offensichtlich auch sehr mächtig ist, gelernt hat. Er schießt aber irgendwie an Piccolo vorbei uns stirbt. Er hatte sich das vermutlich anders vorgestellt. Goku verwandelt sich auch noch in einen Affen, der alles kaputt macht. Kurz darauf verwandelt er sich aber auch gleich wieder zurück, er hat seine Lektion („Immer du selbst sein!“) gerlernt. Er macht dann schnell „den Sack zu“, in dem er sein Kame-Hame-Ha abfeuert.

Goku, Bulma, ChiChi und der Räuber haben dann die ganzen Dragonballs und dürfen sich was wünschen. Anstatt den Hunger in der Welt zu stillen oder so wünschen sie sich, dass Roshi wieder zum Leben erweckt wird. Dann fliegen die Dragonballs auseinander und der Film ist zu Ende.

Ich glaube, das war alles.

Auf der DVD ist noch ein Musikvideo, lächerliche 20 Sekunden „geschnittene Szenen“, die es nicht in den Film geschafft haben (sie unterscheiden sich qualitativ kein Stück von dem Müll, der es in den Film geschafft hat) und ein unterirdisch schlechter Abschnitt „Spaß am Set“, in dem … tja… Leute … etwas machen?

Die Geschichte ist verwirrend und schlecht umgesetzt, die Charaktere sind platt, die Schauspieler dahinter grauenvoll schlecht. Die Spezialeffekte sind albern, die Kampfszenen schlecht choreographiert, einfach alles an diesem Film ist schrecklich. Das GEld, das er gekostet hat, wird hoffentlich nie wieder eingespielt, es bleibt zu hoffen, dass die Firma, die für diesen schrecklichem Mist verantwortlich ist, schließen musste, dass sämtliche Mitarbeiter entlassen wurden und nie wieder ihre Finger an irgendeinen Film legen dürfen. Niemand auf der Welt kann diesen schrecklichen Film gutfinden! Absolut jeder, der ihn gesehen hat, muss maßlos enttäuscht sein. Die Produzenten sollen sich bitteschön dafür verantworten, soviel Geld für soviel Enttäuschung rausgeworfen zu haben anstatt irgendetwas sinnvolles mit dem Geld angestellt zu haben.

Das einzig gute an dem Film ist immerhin, dass weder Til Schweiger noch Adam Sandler noch Robin Williams mitgespielt haben.

Immerhin.

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2 Kommentare so far
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Klingt so, als sei der Film nicht mal durch nen Gastauftritt von Emilio Estevez zu retten gewesen..

Kommentar von johnnyisteintollername

doch!

Kommentar von friendsofemilioestevez




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