Friends of Emilio Estevez


Die kleine Leseecke
September 5, 2009, 11:10 am
Filed under: Andere Zeitungen, Diverses, Kultur

Es soll nicht heissen die Freunde von Emilio Estevez würden immer nur Filme schauen und in Kneipen herumlungern, während sie dabei schussstarke Getränke und taktische Fleischspezialitäten sich einverleibten.
Mitnichten, denn die Freunde von Emilio Estevez fröhnen auch den hohen Künsten der Literatur. Und hätte der feine Herr Estevez mal ein paar Büchlein geschrieben, hätten wir schon längst darüber berichtet. So mussten nun alle bis heute warten, dass wir ein erstes Buch rauskramen, was dem Geiste von Emilio Estevez würdig ist.

Das Meisterwerk heißt: „Das Spiel findet statt“ und stammt von Karl-Heinz Meyer und ist erschienen in der Reihe „Von Ufer zu Ufer“ im Ernst Kaufmann-Verlag. Leider wissen wir nicht, aus welchem Jahr dieser literarische Leckerbissen stammt, aber Schätzungen sprechen für das Jahr 1……oder früher………vielleicht auch nach dem Krieg, da die Charaktere Otto, Bernd, Klaus und Walter heissen……

Knackige Burschen in kurzen Hosen

Knackige Burschen in kurzen Hosen

Die Geschichte spielt in einem Heim für äußerst seltsame Kinder….sie scheinen auch alle bettelarm zu sein, da sich über so alltäglichen Humbug wie Äpfel und Mäntel freuen, einer von Ihnen ist auch gerne Schokolade.
Was der Titel vollmundig verspricht, nämlich ein Fußballepos voll Dramatik und Adrenalinschüben wird leider in keinster Weise erfüllt. Der Hauptcharakter Bernd, ein widerlicher kleiner Gernegroß, schießt gerne Tore und ärgert dadurch die größeren Schüler, insbesondere seinen Bruder Otto. Der kann so ziemlich gar nichts, nicht mal beim Billard ist er eine Leuchte. Deshalb kriegt er von Herrn Weiß auch keinen Mantel, dafür aber Bernd. Bernd weint, Otto ist sauer und geht ins Kino. Irgendwann ist er noch Schokolade und verprügelt Bernd, der deswegen nicht beim Fußball teilnehmen kann. Der Anstaltsleiter Herr Weiß ist irgendwann komplett aus dem Häuschen und fährt mit seinem Rad (so ein reicher Schnösel) durchs Heim und erzählt allen, dass das Spiel stattfindet. Warum auch nicht? Nur weil einer keinen Mantel hat? So ein Schmarrn….

Naja, also mit Fußball hat das alles nicht viel zu tun…….die Essenz der Geschichte ist: wenn du schnell bist, schießt du Tore; wenn du nur Schokolade ist und Geld für teure Schuhe ausgibst, dann nicht! Abschließen möchte ich noch mit einer kurzen Textpassage.

„Als er sich auf das Bett niederhockte, fühlte er in der Hosentasche den Apfel, den er sich vom Abendessen aufgespart hatte. Da kam ihm ein heller Gedanke. Er empfand ihn wie einen rettenden Einfall. Sogleich machte er sich daran, ihn auszuführen. Der Otto aß doch Äpfel so gern, Otto sollte ihn haben.“

Wer dieses Meisterwerk übrigens gerne mal lesen möchte, kann es sich gerne bei mir abholen.

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Schuster bleib bei deinen Leisten
September 4, 2009, 9:48 am
Filed under: Andere Zeitungen, Ankündigungen, Diverses

Am 27. September wird bekanntlich aufs neue die Palaverrunde der Republik gewählt, richtig: Das Parlament.
Wer bis jetzt noch nicht weiß wen er wählen soll kann natürlich wie immer auf die Freischaltung des Wahl-o-maten warten, sich anhand des größten zur Schau gestellten Dekoltees (Tip: Vera Lengsfeld, CDU) eine Meinung bilden oder einfach mal schauen, wer den größten Fußballsachverstand hat.

Ich bin ja bei weitem kein Freund der heutigen SPD, aber das Interview ihres graumelierten Kanzlerkandidatens Frawa Steinmeier auf 11Freunde hat mich heute morgen dann doch schon arg zum Grübeln gebracht….

Ich kann wirklich jedem nur ans Herz legen, hier mal vorbeizuschauen….

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Vielleicht demnächst: Emilio-Estevez-Party!

Die Göttinger Partyszene zeigt sich mal wieder etwas lahm.  Außer der im höchsten maße empfehlenswerten Veranstaltung der von uns hoch geschätzten Super-Fußballzeitung 3 Ecken ein Elfer initiierten Fussball Kultour mit illustren Stargästen am Samstag, dem 18. Juli um 20 Uhr im Hörsaal vom Sportzentrum Göttingen (Hingehen!), ist hier ja eher nicht viel los.
Klar: Legeres Abhängen im „Bismark-Stübchen“ oder eine Buletten-Verzehr-Orgie in der „Kleinen Kommenden“ habenb durchaus ihren rustikalen Charme und wers etwas abenteuerlich mag kann hoch ins Wildschweingehege fahren und zünftig Wildschweine besichtigen – aber sonst? Nun ja…

Gott sei Dank gibt es die Freunde von Emilio Estevez, die Probleme nicht nur erkennen sondern Lösungen anbieten! Bei genügend Zuspruch würden wir uns dazu bereit erklären, gegen die Misstände am Göttinger Partymarkt vorzugehen. Dann, wenn alle Zeit haben (was noch zu klären ist), heißt es also feiern – Emilio-Estevezzzz-Style!
Das Program könnte etwa so aussehen:

[16.00 Uhr: Einstimmung auf die Feierlichkeit mit „Mighty Ducks D2“]

18.00 Uhr: formelle Begrüßung und Sektempfang
18.30 Uhr: Kulturteil: Freunde von Emilio Estevez lesen aus dem Blog.

anschließende Diskussion.

20.00 Gastvortrag über Liberia
20.30 Eröffnung einer kleinen Vernissage über Reissverschlüsse aus aller Herren Länder in Fotographie und Zeichnung mit anschließender Verkaufsveranstaltung (Die Erlöse kommen den Freunden von Emilio Estevez zugute)
22.00 Flunkyball-Turnier mit anschließender Siegerehrung
23.00 Angeleitete Verkostung einiger exotischer Früchte

23.30 Ende des offiziellen Teiles, Danksagungen

Anschließend Tanz und Geselligkeit

Während der gesammten Veranstaltung wird es die möglichkeit geben, Getränke zu trinken.

Ort der Veranstaltung wird noch bekannt gegeben, wahrscheinlich aber vor dem philosophischen Seminar oder so.



Kultur, quo vadis?
Juli 10, 2009, 7:51 am
Filed under: Andere Zeitungen, Kultur, Tierplastiken, Unterwegs

Oh je! Es steht nicht allzu gut um den Kulturstandort Deutschland!

Gute Filme? Werden alle anderswo gedreht (zb. die RoboGeisha in Japan, Mighty Ducks 1, Mighty Ducks d2, Mighty Ducks d3 – Jetzt mischen sie die Highschool auf – alle in Amerika).

Gute Fernsehshows? Finden de facto nicht mehr statt (naja… immerhin gibts den Lichtblick Tine Wittler und das Warten auf die nächste Staffel „Bauer sucht Frau“)

Gute Zeitungen? naja

Einzig die Literatur machte bislang noch was her. Überall in der Welt schätzt man Bücher „made in germany“, Goethe, Döblin und Benjamin von Stuckrad Barre sind längst keine Insider-Tips mehr. Man sollte meinen, es ist doch möglich, sein Leben als Starautor irgendwie refinanziert zu bekommen. Doch oh je! Oh je! Dem ist leider auch nicht mehr so, wie jetzt deutlich geworden ist. Bestseller-Autor und Lifestyle-Experte Hermann Hesse (Steppenwolf, Angriff der Killerzombies, Sidharta etc.) musste unlängst die hohe Kunst der Schriftstellerei links liegen lassen und stattdessen ein Schuttbeseitigungsunternehmen gründen um seiner Frau weiterhin die teueren Joga-Kurse bezahlen zu können.
schutbeseitigungsfirma herman hesse

Traurig, traurig, dass offenbar mit Literatur in Deutschland nicht mehr viel zu holen ist. Dem Zeitgeist angepasst hat sich übrigens bereits (mal wieder) Hannover! Hier wird auf subtile Art und Weise durch Mülleimer-Design ausgedrückt, dass die Menschen, die noch lesen, de facto Müll im Kopf haben.
kritisches hannover

Will Hannover hiermit einen Vorwurf machen? Oder selber eifrig mit am Aussterben der Literatur helfen?
Wie auch immer: Eine traurige Sache!



Justizskandal erschüttert Göttingen

Was bedeutet Gerechtigkeit? Eine angemessene Antwort auf diese Frage ist schwer zu geben, da die verschiedenen Auffassungen von Gerechtigkeit doch stark variieren und oftmals vom persönlichen Standpunkt abhängig sind. Nur in wenigen Fällen ist der Begriff der Gerechtigkeit so eindeutig umrissen wie im vorleigenden Fall, der sich vor kurzem in Göttingen ereignete und wahrscheinlich bald den Großteil sämtlicher juristischer Fachliteratur in Beschlag nehmen wird.

Doch beginnen wir ganz von vorne, beim Sachverhalt. Obwohl der Autor bis über beide Ohren in diesen Fall verstrickt ist, werde ich den Sachverhalt unparteiisch und ausgewogen, Emilio Estevezzzzz-Style halt, wiedergeben.

Der grundsympathisch und unsagbar anständige Musterstudent Martin T., der in seiner Freizeit gerne alten Herrschaften über die Straße hilft und Hunde streichelt, wurde gestern beim Verlassen eines Fitnessstudions aufgefordert 2, in Worten: zwei, widerliche, entkohlensäurinierte Muffeldrinks zu bezahlen, die er im Fitnesstudio zu sich genommen habe. Der ein oder andere aufmerksame Leser wird sich fragen, warum Martin T., der als Musterstudent wahrscheinlich unfassbar klug ist, denn auf die selten dumme Idee gekommen ist zwei dieser liquiden Frechheiten zu bestellen. Und das ist der springende Punkt: Wurde das zweite Getränk (Geschmacksrichtung: Kirsche) doch nicht von ihm, sondern von der wahrscheinlichen Wiederholungstäterin Jule (Nachname ist der Redaktion nicht bekannt) konsumiert. Befragungen in umliegenden Altersheimen ergaben, dass Jule den älteren Generationen noch nie die Hand im Straßenverkehr gereicht hat. Allein diese Tatsache mag den ein oder anderen zu Recht erschrecken. Doch es kommt noch schlimmer….

Denn die Zechprellerei von Jule geschah nicht im Effekt, sondern war von langer Hand geplant. Skizzen, wie sie den ausgebufften Mundraub ausgeknobelt hat, werden wohl kiloweise bei ihr zu Hause gefunden werden.

Martin T., der wohl bald ein Heilmittel gegen Zahnstein erfinden wird und noch keinmal im Disneyland war, blieb auf seinen horrenden Schulden sitzen. Den Riesenscheck an die Aktion „Brot für Tine Wittler“ musste er leider zerreißen. Denn Jule weigert sich, ihre Zechschulden zu begleichen. Mit hanebüchenen Luftikusparagraphen wie § 433 BGB und dem unbestimmten Rechtsbegriff „Pech“ versuchte die Verbrecherin sich zu rechtfertigen. Aber so nicht……

Denn damit Martin T. ins Disneyland kann, versuchen wir den Fall, der bald vor dem BVerfG, dem EuGH, dem IGH und bei Rewe landen wird, zu lösen. Wir suchen also von euch Möglichkeiten bzw. Überraschungszeugen, wie der Fall aus der Sicht von Martin T. gewonnen werden kann. Einforderungen meines Grundrechts auf Eigentum (schließt eigentumsrelevante Ansprüche mit ein) sowie Verweis auf das Gebot der Rechtsstaatlichkeit aus Art 20 III GG wurden bislang nur verlacht…….eure Hilfe zählt also.

Wer den besten Hinweis geben kann, wie dieser knifflige Fall gelöst werden kann, bekommt die Hälfte des Streitwerts.

justiziaG



Das Metronom-Magazin „Momente“
Juni 6, 2009, 5:34 pm
Filed under: Andere Zeitungen

Unser Blog hat sich ja nun einigermaßen in der Medienlandschaft Deutschlands etabliert,  da ist es wohl auch allmählich an der Zeit, zu sehen, was unsere Konkurenz eigentlich so schreibt. Eines der anderen, führenden Medien am Markt, dass in etwa unseren Markt bedient,  ist die in den Zügen der Metronom-Gesellschaft ausliegende „Momente“. Genau wie wir bei den Freunden von Emilio Estevez, richtet die „Momente“ auch das Hauptaugenmerk auf regionale Besonderheiten, etwa (nicht ganz ernstgemeinte) Ausflugstips (wir: Sanitätshaus Nüsse, diverse Urinale; die: Oste-Tal, Northeim), Kulturtips (wir: Hiphoposaurus Raps-CD; die: Volkstanzabend in Elze) oder gesellschaftliche Probleme (wir: Europa-Müdigkeit; die: Alkoholverbot in Zügen).

Die „Momente“ genießt komischerweise kein besonders hohes Ansehen. Als ich neulich zwischen Göttingen und Kreiensen in der aktuellen Ausgabe schmökerte, lachten zwei Jugendliche über mich, sagten „Höhö, schau mal, der liest tatsächlich in der Zeitschrift die hier rumliegt“ und schlugen das offizielle Pokemon-Magazin auf, eine Zeitung die hier sicherlich auch bald eingehend besprochen werden muss. Als ich beim Aussteigen auch noch die Spezial-Ausgabe „Oste-und Cuxtal“ ergattern konnte, schlug mir ein älterer Herr, der eventuell Frank Schirrmacher gewesen sein könnte, auf die Schulter und sagte „den Scheiß liest doch keiner!“. Ich war erstmal stutzig, warum die „Momente“ so schlecht ankommt. Ein blick in die Artikel erzeugt zunächst nur Schulterzucken: Handwerklich gut geschriebene Artikel, kaum Rechtschreibfehler, viele schöne Bilder, unter anderem die so genannten „Strecken-Impressionen“, von Bahnreisenden fotografierte Orte mit dem Metronom-Zug irgendwie im Bild. Eigentlich alles ganz schön. Nur: reicht das? Offensichtlich ja wohl nicht mehr! Der moderne Leser will mehr!  Bärte will er sehen! Und was über verschiedene Früchte lernen! Hier haben wir von den Freunden von Emilio Estevez ganz klar die Nase vorn.

Es tut mir leid, dass zu sagen, aber verglichen mit unserem Blog ist die „Momente“ einfach keine lesenswerte Zeitung. Wir würden deswegen dem Metronom-Unternehmen an dieser Stelle gerne anbieten, zukünftig das neue Bord-Magazin zu schreiben.

Ältere Ausgaben der „Momente“ kann man direkt auf der homepage vom Metronom ansehen.

Christoph