Friends of Emilio Estevez


Filmkritik „Red State“

Was für ein Humbug!

„Red State“ fängt, nach einer Schulstunde, in der erklärt wird, was das Thema des Films ist (religiöse Eiferer, Schwulenfeindlichkeit, die so extrem ist, dass sogar die Nazis sich davon distanzieren), damit an, dass drei junge Leute sich im Internet mit einer älteren Dame zum „ficken“ verabreden. Es gibt einige extrem unangenehme Dialoge über pubertäre Sexfantasien, bei denen sich insbesondere ein gewisser Supertyp namens Billy Ray hervortut, der offenbar mit allen Wassern gewaschen ist bzw. schon viele Pornos gesehen hat. Demzufolge finden die anderen ihn wohl auch irgendwie am besten, obwohl eigentlich ein anderer von den dreien der Hauptakteur ist, was aber, wie man im Weiteren sehen wird, keine Rolle spielt. Billy Ray ist jedenfalls der erste große Höhepunkt des Films. Hier eine kurze Erläuterung der Figur:

Man sieht hier
A – Billy Ray trägt stets kurze Hosen. Keine coolen Shorts, sondern einfach nur kurze Hosen. Billy Ray kanns tragen.
B – Billy Ray trägt Tennissocken (zwei Streifen), die ganz unironisch immer gleichmäßig hochgezogen sind. Sie sind immer sauber, denn so ist Billy Ray!
C – Das ist hier leider wegen der Dunkelheit nicht zu erkennen: Billy Ray hat eine vorildliche Frisur. Hinten sind die Haare extrem lang und schön glatt gekämmt, vorne sind sie kurz gestutzt. An den Seiten sind sie hübsch rasiert, so dass eine Frisur entsteht, die entfernt an die des Wrestlers Brian Knobbs (von den Nasty Boys) erinnert – bloß in schwarz und in total gutaussehend.

Die drei Supertypen fahren dann raus aufs Land, wo die Frau aus dem Internet, die sie „so richtig ficken“ (Zitat Billy Ray) wollen in einem Wohnwagen wohnt. Unterwegs rammen sie, voller Vorfreude auf das, was sich bald mit der alten Frau im Wohnwagen abspielen wird, ein Auto, steigen aus, gucken und fahren dann lüstern weiter. Im gerammten Auto hatten zwei Männer mit Village-People-Bärten Oralsex, von denen einer zufälligerweise Polizist ist, was später natürlich noch total wichtig wird. Vorerst ist das alles aber erstmal egal, denn die Jungs sind wild und voller Hormone. Nach einer kurzen, ergebnislosen Diskussion darum, ob es nicht voll schwul ist, wenn drei pubertäre Jungs gleichzeitig nackt in einem Raum mit einer älteren Dame „so richtig ficken“, kommen die drei mitten im Wald bei der alten Frau an und trinken Bier, das aber vergiftet ist.

Der Hauptdarsteller wacht in einem Käfig in einer Kirche auf, wo ein alter Prediger eine WIRKLICH EXTREM LANGE Rede über Sittenverfall hält und sagt, dass die Schwulen schuld seien. Die religiösen Fanatiker klatschen, dann werden ein paar Kinder aus der Kirche herausgebracht und ein in Frischhaltefolie eingewickelter Mann erschossen. Er fällt durch eine Luke in den Keller, wo Billy Ray und der dritte junge, ebenfalls eingewickelt in Frischhaltefolie, sitzen. Billy Ray, inzwischen nackt, kann sich in Folge dessen befreien und lässt seinen Freund zurück, den er ist Billy Ray and that´s the way he is!
Es kommt dann, wegen dem Unfall der Jungs, ein Polizist zu der Kirche und wird nach kurzer Unterhaltung von dem alten Priester erschossen, weshalb ein anderer Polizist John Goodman anruft, der inzwichen beim FBI arbeitet.
Der nackte Billy Ray läuft währenddessen durch den Keller der Kirche, wo er ganz viele Gewehre findet. Er erschießt jemanden und wird dann selber erschossen, was sehr ärgerlich ist.
Das FBI rückt dann an und es kommt zu einer IRRSINNIG LANGEN Schießerei, bei der kaum einer stirbt. Der dritte Junge, der an den nackten Billy Ray gefesselt war, läuft weg und wird vom FBI erschossen – Uuups! John Goodman steht auf einmal in einem Stall (es wird leider nicht erklärt warum) und informiert sich darüber, ob es okay ist, auch die Kinder in der Kirche zu erschießen. Dann geht die immer noch anhaltende Schießerei weiter, bloß beginnt das FBI jetzt auch mal zu treffen. Der Hauptdarsteller-Junge läuft mit einem Mädchen aus der Kirche heraus und beginnt mit John Goodman zu reden und erklärt, dass er eine Geisel sei, woraufhin er und das Mädchen kaltblütig erschossen werden. Es wird noch ein Weilchen weiter geschossen bis aus dem Nichts eine Sirene ertönt. Offenbar kündigt sich die Apokaylpse an, weshalb die Schießerei aufhört. Der alte Prediger erzählt irgendwas, dann wird auf ein Büro im FBI-Gebäude geschnitten, wo John Goodman erzählt, dass die Sirene den Nachbarn gehört hat. Dann kommt der alte Prediger ins Gefängnis und der Film ist vorbei.

„Red State“ ist eine absolute Frechheit. Alles passiert ohne jeden Zusammenhang, die Hauptdarsteller sind, den großartigen Billy Ray mal ausgenommen, völlig indiskutabel besetzt, die Dialoge sind bescheuert, die Handlung ist eine Aneinanderreihung von zufälligen Begebenheiten und das eigentliche Thema, nämlich Homophobie im streng-religiösen Rahmen, wird völig unter den Tisch fallen gelassen. Das Ende, obwohl langeherbeigesehnt, ist unbefriedigend und noch dümmer als der Rest vom Film. Bis auf die Szenen mit Billy Ray ist nichts lustig, nichts spannend, nichts unterhaltsam. Niemand sollte sich diesen Film ansehen.



It´s Mario, Biatch!
Februar 6, 2010, 11:07 pm
Filed under: Filme über Bärte, Filme in denen gekämpft wird, Musik

Harry Potter liefert sich heiße Rap-Duelle mit Voldemort, Rappy Mc Rapperson rappt über Cornlakes, der Hiphopposaurus Raps rappt über Steinzeitpartys, das alles haben wir schon berichtet.

Komisch aber, dass wir einen der größten Rapper aller Zeiten bislang völlig vergessen haben – genau: Mario!

Kaum jemand hat im Leben schon soviel erlebt wie dieser kleine, sympathische Klempner – und seine reichhaltigen Erfahrungen aus dem Pilzkönigreich, der „Wolkenwelt“, der „Unterwasserwelt“ und was nicht alles für Bonuswelten haben deutlich seinen Horizont erweitert Mit erstaunlicher Klarheit und mit sprachlicher Eleganz gewährt Mario Einblicke in eine Welt der Abenteuer, die dem Normalsterblichen Menschen völlig fremd sind! Doch seht selbst!



Justizskandal erschüttert Göttingen

Was bedeutet Gerechtigkeit? Eine angemessene Antwort auf diese Frage ist schwer zu geben, da die verschiedenen Auffassungen von Gerechtigkeit doch stark variieren und oftmals vom persönlichen Standpunkt abhängig sind. Nur in wenigen Fällen ist der Begriff der Gerechtigkeit so eindeutig umrissen wie im vorleigenden Fall, der sich vor kurzem in Göttingen ereignete und wahrscheinlich bald den Großteil sämtlicher juristischer Fachliteratur in Beschlag nehmen wird.

Doch beginnen wir ganz von vorne, beim Sachverhalt. Obwohl der Autor bis über beide Ohren in diesen Fall verstrickt ist, werde ich den Sachverhalt unparteiisch und ausgewogen, Emilio Estevezzzzz-Style halt, wiedergeben.

Der grundsympathisch und unsagbar anständige Musterstudent Martin T., der in seiner Freizeit gerne alten Herrschaften über die Straße hilft und Hunde streichelt, wurde gestern beim Verlassen eines Fitnessstudions aufgefordert 2, in Worten: zwei, widerliche, entkohlensäurinierte Muffeldrinks zu bezahlen, die er im Fitnesstudio zu sich genommen habe. Der ein oder andere aufmerksame Leser wird sich fragen, warum Martin T., der als Musterstudent wahrscheinlich unfassbar klug ist, denn auf die selten dumme Idee gekommen ist zwei dieser liquiden Frechheiten zu bestellen. Und das ist der springende Punkt: Wurde das zweite Getränk (Geschmacksrichtung: Kirsche) doch nicht von ihm, sondern von der wahrscheinlichen Wiederholungstäterin Jule (Nachname ist der Redaktion nicht bekannt) konsumiert. Befragungen in umliegenden Altersheimen ergaben, dass Jule den älteren Generationen noch nie die Hand im Straßenverkehr gereicht hat. Allein diese Tatsache mag den ein oder anderen zu Recht erschrecken. Doch es kommt noch schlimmer….

Denn die Zechprellerei von Jule geschah nicht im Effekt, sondern war von langer Hand geplant. Skizzen, wie sie den ausgebufften Mundraub ausgeknobelt hat, werden wohl kiloweise bei ihr zu Hause gefunden werden.

Martin T., der wohl bald ein Heilmittel gegen Zahnstein erfinden wird und noch keinmal im Disneyland war, blieb auf seinen horrenden Schulden sitzen. Den Riesenscheck an die Aktion „Brot für Tine Wittler“ musste er leider zerreißen. Denn Jule weigert sich, ihre Zechschulden zu begleichen. Mit hanebüchenen Luftikusparagraphen wie § 433 BGB und dem unbestimmten Rechtsbegriff „Pech“ versuchte die Verbrecherin sich zu rechtfertigen. Aber so nicht……

Denn damit Martin T. ins Disneyland kann, versuchen wir den Fall, der bald vor dem BVerfG, dem EuGH, dem IGH und bei Rewe landen wird, zu lösen. Wir suchen also von euch Möglichkeiten bzw. Überraschungszeugen, wie der Fall aus der Sicht von Martin T. gewonnen werden kann. Einforderungen meines Grundrechts auf Eigentum (schließt eigentumsrelevante Ansprüche mit ein) sowie Verweis auf das Gebot der Rechtsstaatlichkeit aus Art 20 III GG wurden bislang nur verlacht…….eure Hilfe zählt also.

Wer den besten Hinweis geben kann, wie dieser knifflige Fall gelöst werden kann, bekommt die Hälfte des Streitwerts.

justiziaG