Friends of Emilio Estevez


Weg vom Fenster – Hin zum Alltagsdadaismus!
Januar 10, 2011, 9:43 am
Filed under: Impressionen de l'urinal, Kultur, Modernes Leben

In Gelsenkirchen gibt es ein Fachgeschäft für Kissen, die man auf die Fensterbank legt, auf die man sich stützen kann zum langen, professionellem Drauflehnen. Dort habe ich mich staunend eingedeckt und dementsprechend in der Folge lange Zeit damit zugebracht, aus dem Fenster zu gucken. Da jetzt aber alles gesehen wurde, was man beim Aus-dem-Fenster-gucken nun mal sehen kann, ist der Glamour dieser Freizeitbeschäftigung wieder verflogen. Deswegen ist jetzt u.a. auch wieder Zeit zum Bloggen.

Tja, und wenn man endlich weg vom Fenster ist, fallen einem wieder die Kleinigkeiten des Lebens auf, für die man vor lauter Szeneaffinität den Blick verloren hat. Zum Beispiel die Piktogramme, die die Firma mit dem wohlklingenden Namen „TORK“ auf ihre Produkte druckt.

Wunderschön und hilfreich.

Ein bisschen so wie Lady Di.

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Kohlosaurus vs. Malediven

Tja liebe Freunde, die Bewertung des perfekten Dinners bei Martin steht aufgrund von fahrlässiger Trantütigkeit seitens der Jurorinnen immer noch aus, so dass sich unser Blog dann doch wieder anderen Themen zuwenden muss. Auch auf die Gefahr hin, dass ich Onkel Bens pathetisches Credo schon mal ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt habe, kommt es hier noch einmal: Mit großer Macht kommt große Verantwortung. So, das gilt aber nicht nur für Spiderman, sondern auch für uns. UIiuiuiuiuiuiuiiui, der ein oder andere aufmerksame Leser wird sogleich merken, hier wirds nun ernst. Aber kein Grund angenervt mit den Augen zu rollen: Die Freunde von Emilio Estevez können jedes ernste Thema pfiffig und interessant, jovial und mit viel Schmunzeln verbunden, präsentieren.

Diese Woche: Der Klima-Gipfel von Kopenhagen.

So, Schritt 1 ist es eine feste Basis für unsere Diskussion zu finden: Der Klimawandel ist vom Menschen verursacht, jeder der was anderes erzählt hat entweder a)einen an der Waffel oder b)wählt die FDP (ist eigentlich bereits unter a) inbegriffen)! Man muss also was tun, denn so gehts ja mal nicht weiter.

Schritt 2: Aufmerksamkeit erzeugen. Hmmmmmm, Aufmerksamkeit ist gut, nur woher nehmen wenn nicht stehlen? Beim Super-Talent auftreten indem man behauptet man hat nen fantastischen Grünen Daumen oder kann zwei Sack Seramis in einer Minute schlucken? Wäre eine Möglichkeit. Man kann aber auch, wenn man pfiffig ist, so wie die Regierung der Malediven, eine Parlamentssitzung unter Wasser veranstalten. Denn wenn der Meeresspiegel steigt, sind die Malediven als erste verschwunden.

Tja nicht schlecht, aber was machen wir? Göttingen wird, so leid es mir tut und so doll ich es mir wünsche, leider nicht als erstes von den wachsenden Meeren verspeist. Was können wir also machen? Richtig: Maskottchen! Ich sage es immer und immer wieder, Maskottchen rocken und jeder glaubt Ihnen alles.
Wir haben ja bereits mal so ne olle Moorechse vorgestellt, die das Museum für Armut supportet und seitdem ich das weiß, will ich nur noch arm sein, esse lediglich noch am Wegesrand aufgefundende Meisenknödel und heitze mit Kuhdung. Darum hat sich die Umweltbewegung auch ein Maskottchen einfallen lassen, den Kohlosaurus.

Der Kohlosaurus ist ein buckliger, behäbiger Zeitgenosse in modischem Schwarz. Seit natürliches Habitat in Deutschland sind Regionen, in denen Kohlekraftwerke entstehen sollen, denn Kohle mag der Kohlosaurus besonders gerne…..mjam lecker schmecker. (Ihr wisst also nun wie ihn anlocken könnt 😉 Der Kohlosaurus ist ein sehr emotionales Tier, welches insbesondere Freude äußerst geschickt und bestimmt ausdrücken kann und zwar in Form schwarzer Luftballons, die seinem Buckel entsteigen. Immer wenn der Kohlosaurus also von einem neuen Kohlekraftwerk erfährt, wird sein Buckel also äußerst prall und wenn er die gute Laune und Vorfreude kaum noch außhalten kann, schießt er seine Ballons Richtung Himmel. Juchu.

Hier nochmal in Action

Mich hat der Kohlosaurus überzeugt. Kohlekraftwerke sind super. Ich bau mir auch gleich eins! Helft alle mit, denn die fleißigsten Helfer bekommen von mir zwei Bricketts.

So und wer immer noch nicht weiß, wo er seine Prioritäten setzen soll, kann sich ja mal von Volker Pispers belehren lassen



Warnung! Moderne Zigaretten!
Juli 27, 2009, 7:52 am
Filed under: Impressionen de l'urinal

Ich habe die Gefahr immer gespürt, doch erst auf dem Klo im Thanner´s konnte ich meiner Angst eine Gestalt geben: moderne Zigaretten sind die Ausgeburt des Teufels:

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Und da sie von hinten kommen, treffen sie einen vollkommen unvorbereitet.

Da bleibt nur zu hoffen, dass die Liebe siegen wird. Selbes Klo – selbe Schreiberin???

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Ob sie Löffelchen jemals von Angesicht zu Angesicht ihre Liebe gestehen kann, um so eine Liebesallianz gegen moderne Zigaretten zu gründen? Oder ob Löffelchen der Typ in der Vorlesung ist, den sie seit Semestern anschmachtet, jedoch nicht anzusprechen wagt? Wir, die Freunde von Emilio Estevez, wünschen jedenfalls dir, unbekanntes Mädchen, viel Glück im Leben und dass du Gut und Böse immer zu trennen weißt.



Wissenswertes über Toiletten
Juli 23, 2009, 2:17 pm
Filed under: Diverses, Impressionen de l'urinal, Lernen macht Spaß, Uncategorized

Na schau mal einer an! Da gibt man als an Toiletten interessierter Mensch beiläufig und völlig ahnungslos „Toilette“ bei Google ein und erntet nur Fact-Schmankerl vom Feinsten. Oder wusstet ihr, dass Prinz Charles sich für 770 Euro eine neue Toilette mit einem viktorianischen Sitz hat machen lassen, die laut Hersteller passend für extra große Hintern und ideal für einen König oder eine Königin ist?

Oder wusstet ihr, dass die Messe für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) im Volksmund als „Interklo“ bezeichnet wird? Darüber spricht der Volksmund, darüber berichten wir!

So schön spritzt´s nur auf der Interklo!

So schön spritzt´s nur auf der Interklo!

Oder aber wusstet ihr, dass es einen Welttoilettentag gibt? Das ist nicht zum Lachen, das ist eine hochernste Sache, wo doch nicht jeder ein so schönes Klo wie wir hat! Oder wie er hier:

Der Mann von Heute arbeitet zuhause!

Der Mann von Heute arbeitet zuhause!

Apropos Welttoilettentag: 2007 wurde am Welttoilettentag die Internetpräsenz lootogo.de gegründet, Deutschlands erste und einzige Toiletten-Suchmaschine mit über 27000 beschriebenen und bewerteten Toiletten. Auch in Göttingen gibt´s angeblich welche, die bei Karstadt hat zum Beispiel die Gesamtnote 3,08. Meine ist besser, bestimmt mindestens `ne 5. Und eure?



Melt! (Anfahrtsbeschreibung Toilette II)
Juli 21, 2009, 11:10 am
Filed under: Impressionen de l'urinal, Unterwegs

Irgendwo in der ostdeutschen Provinz, da wo Blasenwurst noch eine echte Spezialität ist, findet einmal im Jahr das Melt-Festival statt. Neben viel Musik und allerlei szeneaffinen Hipstern aus aller Welt wurde auch eine neue Generation von Pissoirs vorgestellt! Klar, dass die Freunde von Emilio Estevez da dabei sein mussten!

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Die Grundidee der neuen Pissoirs ist ebenso simpel wie genial: Ein großer, runder Topf, der oben viereckig zuläuft, fängt das Pipi auf, darum können sich vier Männer versammeln. Damit man sich nicht auf die Geniatlien linst, ist eine Art Schild zwischen den Pinkelnden aufgestelt, der zusammengeklappt werden kann und dann als Deckel auf den Runden Topf gelegt werden kann. Man kann dann mehrere von diesen neuartigen Toiletten stapeln und bequem abtransportieren!
Die Freunde von Emilio Estevez sind begeistert und vergeben die Note 1+

Anfahrtsbeschreibung Toilette:

Fahren sie auf die A7 in Richtung Kassel. Nehem sie die Ausfahrt Drammetal und fahren sie in Richtung Magdeburg/Halle. Zwischendruch ist irgendwo im Eichsfeld die AUtobahn noch nicht ganz fertig, sie kommen durch ein kleines Örtchen, in dem eine Bäckerei ist, die Fütterer heißt. Wir empfehlen: halt machen und was essen! Weiter in Richtung Halle über die A143. Fahren sie ach Halle hinein ohne sich dort umzusehen, das deprimiert nur und lässt Zweifel daran aufkommen, ob die deutsche Einheit wirklich so eine gute Idee war. Weiter dann in Richtung A9 in Richtung Berlin, nehmen sie nach etwa 30 Kilometern die Ausahrt „Dessau Ost“. Fahren sie rechts durch Oranienbaum (schöne Grafittis linkerhand) und durch Gräfenhainichen und folgen sie der Auschilderung nach „Ferropolis“. Parken sie beim Ford-Händler und gehen sie gerade aus am einzigen Weg entlang. Sie können die neuartigen Pissoirs nicht verfehlen.



Wahrheiten zum Nulltarif
Juli 11, 2009, 8:25 am
Filed under: Impressionen de l'urinal

Ein hervorragende deutsche Ganovenpostille warb neulich mit dem Slogan: „Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht.“ Und einer dieser Helden verrichtet seine Notdurft anscheinend auf der Toilette der Zentralmensa (Anfahrtsbeschreibung folgt).

Ein heißes Eisen, huiuuiuiuiuiui

Ein heißes Eisen, huiuuiuiuiuiui

Wie urteilt ihr zu diesem Thema? Konsens? Proteste? Feuer frei!



Justizskandal erschüttert Göttingen

Was bedeutet Gerechtigkeit? Eine angemessene Antwort auf diese Frage ist schwer zu geben, da die verschiedenen Auffassungen von Gerechtigkeit doch stark variieren und oftmals vom persönlichen Standpunkt abhängig sind. Nur in wenigen Fällen ist der Begriff der Gerechtigkeit so eindeutig umrissen wie im vorleigenden Fall, der sich vor kurzem in Göttingen ereignete und wahrscheinlich bald den Großteil sämtlicher juristischer Fachliteratur in Beschlag nehmen wird.

Doch beginnen wir ganz von vorne, beim Sachverhalt. Obwohl der Autor bis über beide Ohren in diesen Fall verstrickt ist, werde ich den Sachverhalt unparteiisch und ausgewogen, Emilio Estevezzzzz-Style halt, wiedergeben.

Der grundsympathisch und unsagbar anständige Musterstudent Martin T., der in seiner Freizeit gerne alten Herrschaften über die Straße hilft und Hunde streichelt, wurde gestern beim Verlassen eines Fitnessstudions aufgefordert 2, in Worten: zwei, widerliche, entkohlensäurinierte Muffeldrinks zu bezahlen, die er im Fitnesstudio zu sich genommen habe. Der ein oder andere aufmerksame Leser wird sich fragen, warum Martin T., der als Musterstudent wahrscheinlich unfassbar klug ist, denn auf die selten dumme Idee gekommen ist zwei dieser liquiden Frechheiten zu bestellen. Und das ist der springende Punkt: Wurde das zweite Getränk (Geschmacksrichtung: Kirsche) doch nicht von ihm, sondern von der wahrscheinlichen Wiederholungstäterin Jule (Nachname ist der Redaktion nicht bekannt) konsumiert. Befragungen in umliegenden Altersheimen ergaben, dass Jule den älteren Generationen noch nie die Hand im Straßenverkehr gereicht hat. Allein diese Tatsache mag den ein oder anderen zu Recht erschrecken. Doch es kommt noch schlimmer….

Denn die Zechprellerei von Jule geschah nicht im Effekt, sondern war von langer Hand geplant. Skizzen, wie sie den ausgebufften Mundraub ausgeknobelt hat, werden wohl kiloweise bei ihr zu Hause gefunden werden.

Martin T., der wohl bald ein Heilmittel gegen Zahnstein erfinden wird und noch keinmal im Disneyland war, blieb auf seinen horrenden Schulden sitzen. Den Riesenscheck an die Aktion „Brot für Tine Wittler“ musste er leider zerreißen. Denn Jule weigert sich, ihre Zechschulden zu begleichen. Mit hanebüchenen Luftikusparagraphen wie § 433 BGB und dem unbestimmten Rechtsbegriff „Pech“ versuchte die Verbrecherin sich zu rechtfertigen. Aber so nicht……

Denn damit Martin T. ins Disneyland kann, versuchen wir den Fall, der bald vor dem BVerfG, dem EuGH, dem IGH und bei Rewe landen wird, zu lösen. Wir suchen also von euch Möglichkeiten bzw. Überraschungszeugen, wie der Fall aus der Sicht von Martin T. gewonnen werden kann. Einforderungen meines Grundrechts auf Eigentum (schließt eigentumsrelevante Ansprüche mit ein) sowie Verweis auf das Gebot der Rechtsstaatlichkeit aus Art 20 III GG wurden bislang nur verlacht…….eure Hilfe zählt also.

Wer den besten Hinweis geben kann, wie dieser knifflige Fall gelöst werden kann, bekommt die Hälfte des Streitwerts.

justiziaG