Friends of Emilio Estevez


Warum das Dschungelcamp eine hervorragende Sendung ist, Folge 2

Gerade ist mir siedendheiß eingefallen, dass ich ja noch etliche Gründe für die Grandezza des Dschungelcamps angeben wollte.

Es hätten großangelegte Vergleiche zwischen dem Jungen an der Handelsstation in Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ mit Dirk Bach angestellt werden sollen, es hätte eine trivialpsychologische Analyse von Vincent Raven geben können und überdies ein kleines Essay zur Ästhetk der Brigitte Nielsen.

Aber irgendetwas ist mir wohl dazwischengekommen.
Tja.

Nächstes Jahr…

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Wittgenstein, der olle Lustmolch
April 27, 2010, 7:19 pm
Filed under: Kultur, Lernen macht Spaß

Wie soll man ernsthaft in einer Bibliothek lernen, in der man ständig auf Folgendes starren muss?



Kohlosaurus vs. Malediven

Tja liebe Freunde, die Bewertung des perfekten Dinners bei Martin steht aufgrund von fahrlässiger Trantütigkeit seitens der Jurorinnen immer noch aus, so dass sich unser Blog dann doch wieder anderen Themen zuwenden muss. Auch auf die Gefahr hin, dass ich Onkel Bens pathetisches Credo schon mal ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt habe, kommt es hier noch einmal: Mit großer Macht kommt große Verantwortung. So, das gilt aber nicht nur für Spiderman, sondern auch für uns. UIiuiuiuiuiuiuiiui, der ein oder andere aufmerksame Leser wird sogleich merken, hier wirds nun ernst. Aber kein Grund angenervt mit den Augen zu rollen: Die Freunde von Emilio Estevez können jedes ernste Thema pfiffig und interessant, jovial und mit viel Schmunzeln verbunden, präsentieren.

Diese Woche: Der Klima-Gipfel von Kopenhagen.

So, Schritt 1 ist es eine feste Basis für unsere Diskussion zu finden: Der Klimawandel ist vom Menschen verursacht, jeder der was anderes erzählt hat entweder a)einen an der Waffel oder b)wählt die FDP (ist eigentlich bereits unter a) inbegriffen)! Man muss also was tun, denn so gehts ja mal nicht weiter.

Schritt 2: Aufmerksamkeit erzeugen. Hmmmmmm, Aufmerksamkeit ist gut, nur woher nehmen wenn nicht stehlen? Beim Super-Talent auftreten indem man behauptet man hat nen fantastischen Grünen Daumen oder kann zwei Sack Seramis in einer Minute schlucken? Wäre eine Möglichkeit. Man kann aber auch, wenn man pfiffig ist, so wie die Regierung der Malediven, eine Parlamentssitzung unter Wasser veranstalten. Denn wenn der Meeresspiegel steigt, sind die Malediven als erste verschwunden.

Tja nicht schlecht, aber was machen wir? Göttingen wird, so leid es mir tut und so doll ich es mir wünsche, leider nicht als erstes von den wachsenden Meeren verspeist. Was können wir also machen? Richtig: Maskottchen! Ich sage es immer und immer wieder, Maskottchen rocken und jeder glaubt Ihnen alles.
Wir haben ja bereits mal so ne olle Moorechse vorgestellt, die das Museum für Armut supportet und seitdem ich das weiß, will ich nur noch arm sein, esse lediglich noch am Wegesrand aufgefundende Meisenknödel und heitze mit Kuhdung. Darum hat sich die Umweltbewegung auch ein Maskottchen einfallen lassen, den Kohlosaurus.

Der Kohlosaurus ist ein buckliger, behäbiger Zeitgenosse in modischem Schwarz. Seit natürliches Habitat in Deutschland sind Regionen, in denen Kohlekraftwerke entstehen sollen, denn Kohle mag der Kohlosaurus besonders gerne…..mjam lecker schmecker. (Ihr wisst also nun wie ihn anlocken könnt 😉 Der Kohlosaurus ist ein sehr emotionales Tier, welches insbesondere Freude äußerst geschickt und bestimmt ausdrücken kann und zwar in Form schwarzer Luftballons, die seinem Buckel entsteigen. Immer wenn der Kohlosaurus also von einem neuen Kohlekraftwerk erfährt, wird sein Buckel also äußerst prall und wenn er die gute Laune und Vorfreude kaum noch außhalten kann, schießt er seine Ballons Richtung Himmel. Juchu.

Hier nochmal in Action

Mich hat der Kohlosaurus überzeugt. Kohlekraftwerke sind super. Ich bau mir auch gleich eins! Helft alle mit, denn die fleißigsten Helfer bekommen von mir zwei Bricketts.

So und wer immer noch nicht weiß, wo er seine Prioritäten setzen soll, kann sich ja mal von Volker Pispers belehren lassen



Die kleine Leseecke (II): Lode Runner – The Legend Returns
September 11, 2009, 9:31 pm
Filed under: Kultur, Lernen macht Spaß

Heute möchten die Literaturfachkräfte dieses Blogs ein ganz einzigartiges, umwerfendes Meisterwerk besprechen, das Buch „Lode Runner – The Legend returns. Der ultimative Strategie Guide zu allen 330 Levels.“ von Wolfgang Bergfeld.

lode runner, das buch

Es handelt sich hier in erster Linie um ein Buch zu einem Computerspiel, das Anfang der 90er moderate Erfolge feierte, ist aber noch viel mehr. Es eröffnet zunächst intime Einblicke in die Welt des Lode Runners, eines Mannes, der über fabelhafte Fähigkeiten verfügt: Bergfeld schreibt, wie der Mann Stürze aus hoher Höhe überlebt, unmengen an Gold tragen kann, während er unermüdlich rennen kann. Per Tatsendruck kann er mit einer Art Strahlenwaffe in den Boden bohren – Fähigkeiten, von denen wir Normalsterblichen nur träumen können! Doch der Mann braucht diese Fähigkeiten auch dringend, ist er doch auf der permanenten Flucht vor Mönchen, die ihn umbringen wollen und sein Geld stehlen wollen! Zweifellos eine höchst gelungene Religionskritik, die Bergfeld meisterhaft weiter zuspitzt. Ich möchte eine kurze Textstelle aus dem Kapitel „Rotkäppchen? Von wegen!“ zitieren, in dem die Mönche en Detail beschrieben werden: 

Glücklicherweise sind diese Mönche ganz schön blöd! […] Nehmen wir an, ein Mönch kommt auf sie zugestiefelt. Sie, nicht faul, besteigen eine Leiter. Der Mönch wird nun seinerseits ine Leiter hochkraxeln, allerdings normalerweise nicht die ihre, sondern einfach die, die ihm am nächsten ist. Wähnt er sich dann in einige Sprossen höher in bestmöglicher Nähe zu Ihnen, zappelt er dort nicht selten sinnlos herum.

Nicht nur, dass der Klerus als geldgierig und dafür über Leichen gehend dargestellt wird, er wird überdies veralbert und der Lächerlichkeit preisgegeben. Viele Leser von „Lode Runner – The Legend returns. Der ultimative Stategie  Guide zu allen 330 Levels“ mögen sich an diesen sehr gewagten Äußerungen stören, doch gebietet es die schriftstellerische Freiheit, dies so hinzunehmen. Lode Runner ist sicher keine Welt, in der man ständig mit Plissé-Handschuher herumläuft! Nach weiteren Informationen über die harrsche Welt, in der das Spiel angsiedelt ist (besonders lesenswert: „Über Leitern und Stangen“!) , geht Bergfeld dann in den Strategie-Teil über, zweifellos das Herz des Buches. Wir erfahren, ie sich der Lode Runner seinen langen und komplizierten Weg durch 330 Levels bahnen muss, über welche Treppen er geht und wie er Mönche in gebohrte Löcher fallen lassen kann. Er erleutert, wo genau die Leitern sind, welche Laufwege die Mönche zurücklegen, weiht den Leser in die faszinierenden „Bonusgegenstände“, eine Spritze, einen Leimtopf und eine Bombe, ein und fasziniert dabei nicht nur durch sein detailreichendes und tiefgehendes Wissen, sondern auch durch seine feinsinnige Beobachtungsgabe und durch großen Witz, vielleicht exemplarisch an diesem kurzen Textauszug aus Kapitel „Level 114: Workload“

Laufen sie los, holen sie die Hacke, wenn sie wollen, und graben sie direkt neben dem „Tannenbaum“ drei Löcher. Wenn sie schnell genug waren werden die Mönche zerquetscht. Tauchen alle links oben wieder auf, empfangen Sie sie wiederum mit drei Löchern. Mindestens einer muss nämlich rechts oben erscheinen um das für Sie unerreichbare Stück Gold mitzubringen.

Das Ganze wird wunderbar unterlegt mit herrlichen Illustrationen aus dem Spiel: IMG001

Wegen seiner schier unfassbaren Komplexität, seiner charmanten Art und der akrybischen Zusammensstellung von Taktiken und Strategien ist dieses Buch, auch wenn das Spiel „Lode Runner“ längst nicht mehr von Relevanz ist, ein absolut zeitloses Wunderwerk und nach wie vor ein fesselnder Lesespaß für jung und alt, aus dem man noch eine ganze Menge lernen kann!

Das Buch ist 1995 im Verlag „ITP Woframs“ erschienen. Es kostete damals schlanke 29,80 Mark. Es ist heute nur noch antiquarisch erhältlich.



Times Square: Herr von Guttenberg oder gar…
September 10, 2009, 6:35 am
Filed under: Amerika, Bärte im Allgemeinen, Diverses, Kultur, Lernen macht Spaß, Unterwegs

Politik kann ja so einfach sein. Anstatt ausgeklügelter Konzeptpapiere und Grundsatzprogramme, die, seien wir mal ehrlich, eh kein Schwein liest, kann man sich als Politiker von Welt doch auch einfach auf dem Times Square in NYC ablichten lassen und die Leute sind sofort aus dem Häuschen. Geschicthe bleibt eben in Bildern lebendig, nicht in Worten. Das wusste auch unser allseits geschätzter Wirtschafts-, und in späterer Zukunft Superminister Karl Theodor Zwentibold Steve-Dustin Ephraims Tochter von und zu Langstrumpf…..äääääähhhh Guttenberg und zeigte der ganzen Welt, dass er sich scheinbar Flugtickets nach New York leisten kann.

Soweit, sogut. Nun bietet es sich immer wieder an, dieses Foto nachzustellen (würd ich auch machen, kann mir aber diese Reise nicht leisten und Fotos von mir am Gänseliesel locken nun wirklich keinen hinterm Herd hervor). Eine der besseren Kopien war mal wieder dem Reiseblog von Jan und Robert zu entnehmen, den ich hiermit nochmal jedem wärmstens ans Herz legen möchte.

Ist er es nun, oder......?

Ist er es nun, oder......?

Doch ließ mich dieses Foto stutzig zurück…….sicher, sicher, der Gestik nach könnte es eine täuschend echte Kpoie unseres geliebten Barons aus Bayern sein…..aber………zusammen mit Bart und Haaren werden da noch ganz andere Erinnerungen wach. Bediente sich nicht auch unser geliebter Minister der christlichen Ikonographie? Ist diese Haltung nicht ein feststehender Topos in der christlichen Bildersprache, suggeriert sie nicht Vergebung, Erlösung, Gnade und so weiter? Will uns Herr zu Guttenberg und später dann auch Jan nicht auch Gnade zugute(nberg) kommen lassen? Erlösung in Form von „Wir sind Opel los“ oder „Frau Schickedanz ist endlich pleite“? Oder geht es um noch viel mehr, um Fußball?

Die gleiche Geste

Die gleiche Geste

Dieses alte Foto, welches Jesus noch als Anhänger des VfB Stuttgart zeigt, könnte ein Indiz hierfür sein. Die gnade der späten Meisterschaft. Wem also gönnt Herr zu Guttenberg den Aufstieg? Wem wünscht Jan den Abstieg? Und warum hab ich morgends um halb 8 nichts Besseres zu tun als hanebüchende Theorien aufzustellen? Antworten sind wie immer höchst willkommen.



Wissenswertes über Toiletten
Juli 23, 2009, 2:17 pm
Filed under: Diverses, Impressionen de l'urinal, Lernen macht Spaß, Uncategorized

Na schau mal einer an! Da gibt man als an Toiletten interessierter Mensch beiläufig und völlig ahnungslos „Toilette“ bei Google ein und erntet nur Fact-Schmankerl vom Feinsten. Oder wusstet ihr, dass Prinz Charles sich für 770 Euro eine neue Toilette mit einem viktorianischen Sitz hat machen lassen, die laut Hersteller passend für extra große Hintern und ideal für einen König oder eine Königin ist?

Oder wusstet ihr, dass die Messe für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) im Volksmund als „Interklo“ bezeichnet wird? Darüber spricht der Volksmund, darüber berichten wir!

So schön spritzt´s nur auf der Interklo!

So schön spritzt´s nur auf der Interklo!

Oder aber wusstet ihr, dass es einen Welttoilettentag gibt? Das ist nicht zum Lachen, das ist eine hochernste Sache, wo doch nicht jeder ein so schönes Klo wie wir hat! Oder wie er hier:

Der Mann von Heute arbeitet zuhause!

Der Mann von Heute arbeitet zuhause!

Apropos Welttoilettentag: 2007 wurde am Welttoilettentag die Internetpräsenz lootogo.de gegründet, Deutschlands erste und einzige Toiletten-Suchmaschine mit über 27000 beschriebenen und bewerteten Toiletten. Auch in Göttingen gibt´s angeblich welche, die bei Karstadt hat zum Beispiel die Gesamtnote 3,08. Meine ist besser, bestimmt mindestens `ne 5. Und eure?



Faszinierendes über Regen

Da unsere Generation ja dazu neigt, alles, was sie nicht versteht oder was sie gar verstört bei Wikipedia nachzuschlagen, habe ich das mal für euch erledigt.

Also: Regen bezeichnet eine Stadt im Bayrischen Wald, einen Nebenfluss der Donau, einen Landkreis in Bayern und eine Stadt in Siebenbürgen. Wer so doof ist und das nicht weiß: Siebenbürgen ist in Rumänien. Zudem, wie ihr draußen vorm Fenster seht, ist Regen auch eine wässrige Form des Niederschlags. Nach seinem primären Entstehungsprozess definiert lässt sich der Niederschlag-Regen in Steigungsregen, Konvektionsregen und Frontregen aufteilen und ergänzend auch mit eher subjektiven, die Auswirkungen oder Empfindungen des Betrachters bezeichnenden Ausdrücken wie Dauerregen, Starkregen, Sprühregen, gefrierender Regen, unterkühlter Regen oder warmer Regen beschreiben. Wir haben zur Zeit fast die ganze Palette durch. Faszinierend, oder?

Hier ein sehr, sehr aktuelles Bild aus meinem Fenster

Hier ein sehr, sehr aktuelles Bild aus meinem Fenster