Friends of Emilio Estevez


Warum das Dschungelcamp eine hervorragende Sendung ist, Folge 1
Januar 16, 2012, 2:33 pm
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Das Dschungelcamp ist, wenn man es als das betrachtet, das interessanteste und unterhaltsamste, was das Fernsehen derzeit zu bieten hat. Vordergründig ist es eine Unterhaltungsshows, in der abgetakelte Stars eklige Sachen machen müssen. Dass sich Menschen, die ihrer medialen Präsenz hinterhertrauern Kakerlaken in den Mund stecken, ist weder für die Ex-Prominenz noch für die kakerlaken schön, schon klar. Das wird von jedem, der meint irgendwas über Moral/Ästhetik/Anstand/Prominenz/Scham/Darwinismus sagen zu können, oft und gerne überall herausposaunt. Nie war es leichter, irgendwie recht zu haben. Will man dem wiedersprechen, rutscht man leicht in die Position des ekellüsternen Primitiv-Fernsehzuschauers, der sich am Leid von anderen erfreut. Jaja.

Bedauerlicherweise geht in einer so offensiv geführten Diskussion, die längst entschieden schien, lange bevor die erste Folge der Show gelaufen ist, der ganze Facettenreichtum der Show völlig vernachlässigt. Was dort im Dschungel passiert ist nämlich wesentlich mehr als ein bloßes Zusammensitzen von Deppen mit Safarihüten, die Insekten essen müssen.

 

Ich werde in den nächsten Tagen in diesem Blog immer wieder über das Dschungelcamp schreiben und versuchen zu erklären, warum es sehenswert ist.

 

Folge 1: Der Maskentanz

 

„Ich bin ein Star, holt ich hier raus“ ist ist ein brillanter, in der Form kaum je dagewesener Schautanz von haltlos bröckelnden Fassaden und kunstvoll arrangierten Images, der in mitunter völligem Chaos endet. Der Mikrokosmos Dschungelcamp ist wenig mehr als eine Mischung aus Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ und William Goldings „Herr der Fliegen“, verpackt in grellbunten, quietchenden, sich permanent selbstreflektierenden Pop. Sonja Zietlow und Dirk Bach (insbesondere letzterer ist eine ideale Personifizierung des Harlekins an der Handelsstation im Kongo, dem Herzen der Finsternis – dazu in einem kommenden Beitrag noch mehr.)

Eine künstlich geschaffene Gruppe von Menschen, die einander nur aus dem Fernsehen kennen sitzt nun im australischen Dschungel aufeinanderund versucht, eine Gruppe zu bilden und nebenbei noch selbst möglichst telegen die eigene Geschichte in die Kamera zu erzählen, um endlich wieder ins Gespräch zu kommen. Das ist soweit schon eine spannende Grundlage, was das Ganze aber in neue Sphären der Seltsamkeit hievt, ist das verkrampfte Festhalten am konstruierten Image. Insbesondere bei drei Personen ist dies bislang (ich schreibe das an Tag drei des Dschungelcamps) höchst spannend zu sehen. Der homophobe Magier Vincent Raven, Daniel Lopez und Micaela Schäfer haben präzise zugeschnittene Rollen, die sie zu erfüllen versuchen, was eine ernsthafte Kommunikation und eine funktionierende Gruppenbildung unmöglich macht. Ein interessantes Beispiel: Micaela rennt den ganzen Tag so gut wie nackt herum, druaf angesprochen kommen einige schmutzige Sätze, dann rutscht die Fassade, Micaela weiß nicht, was sie sagen soll, die Gruppe ist ebenso überfordert. Man steht herum, sagt sich nichts und RTL zeigt das betretene Schweigen vorerst unkommentiert. Dann rückt Micaela ihren Tanga zurecht, sagt wieder was versautes und geht irgendwo hin. Später wird sich selbstverständlich von den Moderatoren darüber lustig gemacht, was aber auch zu beobachten ist, und was eben wirklich spannend ist, ist das Wanken der Kunstfigur. Der folgende Spott der Moderatoren, der sich in bewusst und ganz explizit schlechten Witzen (also Wortspiel-schlecht, nicht boshaft!) führt das Ganze ins Greifbare zurück. Die im Dschungel zerfallende Hülle wird gefeiert. Gelächter, Lautstärke und die bunten Outits kleiden das Ganze ein. Das Ringen um das Image wird zum Pop erhoben. Noch spannender als der Fall Micaela wird der Falkl Vincent Raven. Der homophobe und permanent agressive Zauberer hat ein wesentlich schwerer zu transportierendes Image als Micaela – Sein „Ding“ ist es, dunkler, mysteriöser Vermittler zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten zu sein – also absoluter Humbug. Die Rolle, die er zu spielen hat, ist ungleich schwerer als die von Micaela, die einfach nur ihre Nippel zeigen muss. Vincent muss auch dann, wenn er auf einer dreckigen Hängematte liegt, wenn er den Reis umrührt, wenn er in der Dschungelprüfung ran muss und dann, wenn er mit anderen Image-Menschen redet, die ihrer Rolle bedingt inkompatibel zu ihm sein müssen, der dunkle, mysteriöse Zauberer bleiben und um jeden Preis seine Ernsthaftigkeit wahren. Ein Ding der Unmöglichkeit, aber er wird es versuchen. Und es wird unterhaltsam sein, ihm dabei zuzugucken.

Dieses Spiel, dass sich die Kandidaten selber aufgebürgt haben, ist es, was das Dschungelcamp so großartig macht. Das Nebenbei Kakerlaken gegessen und Emu-Blut getrunken werden müssen, sorgt nur für noch mehr Druck auf die Kandidaten und ist eine weitere Belastungsprobe für das Image.

Mitleid mit den Kandidaten kann man habe, aber nicht, weil sie eklige Dinge machen müssen. Das sind einfache Überwindungsaufgaben, denen man sich stellen kann oder nicht. Auch nicht, weil sie von den Moderatoren verspottet werden, denn das sind, wenn auch teilweise geschmacklose, Witze, die jeder über sich ergehen lassen können muss, der ernsthaft mediale Präsenz einfordert. Vielleicht können Sie einem leid tun, weil sie so viel falsches Mitleid bekommen, aber das ist eine andere philosophische Frage.



Pop….Pop….Popmovie – Musiktipps zum Wochenende
Februar 28, 2010, 4:38 pm
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Das schwerste bei der Etablierung an einer neuen Kategorie ist immer der zweite Beitrag. Schließlich muss man die hohen Erwartungen erfüllen, die man mit dem ersten Beitrag geweckt hat. Aber no problemo, wie war bei den Freunden von Emilio Estevez sagen.

Was hört also der trendige Musikus dieses Wochenende? Richtig, Moviestars die sich auch im Musikgenre versuchen. Das kann natürlich furchtbar schiefgehen, man erinnere sich nur an Andi „Schmalzlöckchen“ Elsholz, der den formidablen Fresh Prince-Klassiker auf eine sehr eigentümliche Art und Weise veredelte. Mit Reimen wie Hitze und schwitzen und Leute auf Bräute kann er den Kahn allerdings grade noch einmal rumreißen.

Maßlos überzeugend wirken hingegen die Granden Hollywoods. Wahnsinnskowski. Insbesondere Hugh Grant als sanfter 80er-Schmuserocker verwandelt immer noch so manche Buchse in ein Aquarium.

Schlussendlich die beste Performance liefert allerdings Everybodys Darling Kirsten Dunst, die in blauer Optik den ganzen Stubenhockern zeigt, wo es neues für die Stube kaufen gibt. Nämlich in Tokios Top-Amüsierviertel Akihabara, wo auch die Freunde von Emilio Estevez stets sein würden, wenn einer unser genialen Pläne mal aufgehen würde.

Wir wünschen viel Spass und bis nächste Woche



Endlich Wochenende
Februar 21, 2010, 12:17 pm
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Jucheissa, jabadabadu, strike Sir!!!!! Endlich schrillt die Sirene, also raus aus der Montage-Kluft und rein ins Wochenende, aber mit Hochdruck!!!!! Endlich kann sich wieder die Seele aus dem Leib getanzt werden, das ein oder andere Bein geschwungen werden und der Hintern unanständig gekreist werden.
Doch oh Schreck……..die Bravo Hits springt und die neue The Dome habe ich doch grade an Tino (oder so….) verliehen…..wozu nun also tanzen???

Kein Problem; Freitags abends kann man dazu nun einfach auf http://www.friendsofemilioestevez.wordpress.com gehen und kriegt alles, was die willige Ohrmuschel so braucht. Wir haben sie, die Superhitz die euch Hit Radio Antenne und Radio Brocken verschweigen, weil sie zu gut sind.

Dieses Wochenende präsentieren wir euch zwei Superhits aus dem Bereich House/Clubmusik……

Wahnsinn………………………..die Freunde von Emilio Estevez haben es mal wieder geschafft. Rock on..



Porno Ping-Pong
Januar 30, 2010, 11:38 am
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Januar, oh triste Zeit……mit bangen Blicken warten wir auf den 2. Februar (Murmeltier-Tag), an dem, ich hoffe auch in Göttingen, aus irgendnem Loch mal wieder nen dickes Meerschweinchen gezogen wird, dass uns dann auf schattenhafte Art und Weise kundtut, ob wir einen frühen Frühling bekommen…..

So lange gilt es die Zeit zu überbrücken und sich, wenn sonst alles trist und trübe ist, warme Gedanken zu machen. Folgendes Video könnte dabei helfen, ich zumindest habe Tränen gelacht. Es handelt sich um das schöne Spiel „Porno Ping-Pong“, welches Klaas und Joko bei MTV Home spielen.

Dieses Video macht betroffen…

Auch die Freunde von Emilio Estevez sind natürlich jeder Zeit zu einer Runde dieses Spiels bereit. Challenge accepted….

Wo wir uns aber schon beim Thema Porno befinden und ich grad auf youtube meine Zeit totschlag gibt es hier einen nun auch einen Wettbewerb: wer bei den nächsten Videos nicht lachen muss, bekommt von den Freunden  von Emilio Estevez einen Transen-Porno nach Wahl:

Besonders erwähnenswert ist hier für mich die Empörung des braven Herren über die Aufmachung von Tyra……wohlgemerkt steht er aber in einer Bar, in der der Barkeeper nackt zu arbeiten scheint.

Alarm! Alarm!!!!

Ich finde diese Mischung aus Hochglanz-Porno und aufmerksamer Ratgeber-Sendung (Wie stemme ich eine Tür auf!) äußerst gelungen…..

Zum Schluss noch ein Tip gegen die Wirtschaftskrise und gegen das Single-Dasein. „Hallo, ich bin von der Unternehmensberatung…“ So wirds gemacht.



Kochduell – die späte Abrechnung
Januar 2, 2010, 10:21 am
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Ja ja, die Kontrahenten geben sich alle Mühe und die Jury schlampt. Unsere Schuld! Wir beugen schamvoll die Häupter! Nun sind aber endlich die Bewertungen eingetrudelt – womit Max Goldts Behauptung widerlegt ist, eintrudeln sei rein gästespezifisches Verhalten – und die Bewertung kann abgehen wie Schmidts Katze.

Zunächst eine kleine Bildergalerie zu Martins lukullischen Genüssen:

Gemüsesuppe

Quiche mit allerlei Gemüse und Käse

Pfannkuchen mit karamellisierten Pflaumen und Heidelbeeren

Der hochwohlgeborene Koch

Nun endlich die Bewertung, frei nach dem Motto „Hart aber herzlich“.

Die Vorspeise

Beide Kontrahenten reichten eine Suppe – Martin die bodenständige Gemüsesuppen-, Christoph die extravagante Rotkohlvariante. Ich zitiere anonyme Jurymitglieder, zunächst zu Christophs Überraschungssuppe:

„Apropos Suppe, das lag ein kleines Problem vor. Denn die Konsistenz erinnerte eher an
ein Mus. Das gibt ein bisschen Anzug. Konterkariert wurde dies allerdings mit einer super Würzung. Schmeckte wirklich sehr fein nach Ingwer, Knoblauch. Nur eben nicht mehr nach Rotkohl.“

„Die Konsistenz ähnelte für meinen Geschmack zu sehr einer Grießsuppe, die ich bekannter Weise nicht mag, so dass ich wegen der Konsistenz nicht die Absicht verfolge eine solche Suppe erneut einzuverleiben. Die Würzung allerdings war sehr gut […].“

„Optisch […] eine Herausforderung.“

„Erstaunlich lecker bei der Farbe!“

Zusammenfassend kam folgendes Urteil zustande: Die Suppe sah abenteuerlich aus und hat auch abenteuerlich geschmeckt, wobei die Jury sich uneins darüber war, ob abenteuerlich nun von Vorteil ist oder nicht.

Nun zu Martin:

„Ich muss sagen, dass die Suppe eigentlich sehr schmackhaft war. Allerdings fehlte das besondere Etwas.“

„Astreine Suppe. Genau richtig, um den Magen nicht schon randvoll zu füllen, bevor die nächsten Gänge kommen. Hat fast schon Schonkostcharakter. Sehr gut abgeschmeckt (kein Wunder, weil sie erst nach dem 20. Probieren für gut befunden wurde). Raffiniert kann man sie aber nicht gerade nennen.“

Auch hier gibt es also kein eindeutig positives Urteil. Die Suppe war zwar gut, das sagen alle, aber halt eben ein bisschen langweilig.

Der Zwischengang bzw. die Pflaume auf Löffel

Einen Zwischengang gab es bei Christoph nicht, dafür einen Löffel mit einer Pflaume vorweg, der alle bewundernd die Augenbrauen hochziehen ließ. Martin reichte die Forellenfilets mit einer selbst kreierten Honig-Senf-Soße, die auf großes Hallo stieß. Daher kann man die beiden „Gänge“ wohl zusammenfassen. Nun zu den Stimmen:

„Das Entree mit der Pflaume. Super Geschmack, vor allem aber auch super Idee.“

„Ein Pflaumenhaps vom Feinsten.“

„[…] die Forelle wurde ein bisschen wenig beachtet. Zwar war der Zwischengang schließlich noch lecker, aber auch nur, weil wir oft darauf hingewiesen haben, dass Fisch und Meerrettich
ja wohl außerordentlich gut passen würden…. Allerdings war die Honig Senf Sauce ein Genuss.“

„So eine leckere Forelle und der Koch ist nur am Motzen und weiß nichts damit anzufangen. Ich war schon enttäuscht bevor sie auf den Tisch kam. Die Honig-Senf-Soße hat mich dann allerdings schwer beeindruckt. Lecker!“

Christophs Pflaume auf Löffel hat vorbehaltlose Begeisterung hervorgerufen. Mehr braucht dazu nicht gesagt zu werden. Martin Honig-Senf-Soße auch, mit dem kleinen Haken, dass die Forelle als eigentlicher Mittelpunkt des Zwischenganges wirklich kläglich behandelt wurde. Trotzdem fanden es alle lecker. Lob an das Endprodukt, Kritik am Koch.

Das Hauptgericht

Wo Christoph eine Bouillabaisse auffuhr, entzückte Martin durch den spontanen Einfall einer Quiche. Bei beiden ein Hauptgericht, das sich nicht verstecken braucht. Die Jury dazu:

„War ein echtes Highlight. Die Kartoffeln auf dem Punkt. Mit Rosmarin und Salz kein Firlefanz, einfach und authentisch. Aber eben gut. Der Fisch, ein lukullisches Fest. Die Idee, den Fisch nicht zu braten, sondern mit den noch zur Verfügung stehenden Zutaten zu kredenzen, immerhin mit Feta, war großartig.“

„Die Kartoffeln hätten perfekter nicht sein können. Die Bouillabaisse war sehr lecker. Mir war das Gericht allerdings zu mächtig mit dem ganzen Käse da drin. Im Geschmack ein Wunder, im Magen eine Last.“

„Die Idee der Quiche war super (Pluspunkt), allerdings war ich mit der Konsistenz nicht so zufrieden. Der Teig war bei mir noch nicht ganz durch. Der Geschmack hat das allerdings nur
teilweise wieder wett gemacht.“

„Sehr leckere Quiche. Und vor allen Dingen eine kreative Lösung. Hätte nicht gedacht, dass ich um die Zeit noch so viel Appetit entwickeln könnte.“

Der Fluch des Hauptgerichts, nicht das erste Essen des Abends im Magen des Essers zu sein, hat zusammenfassend bei beiden voll zugeschlagen. Es war – man beachte auch die Uhrzeit – einfach etwas viel. Sowohl die Quiche als auch die Bouillabaisse fanden einen uneingeschränkten Fan und einen Nörgler, hinterließen aber generell sehr positive Eindrücke. Hier lag Christophs Gericht insgesamt jedoch vorne.

Die Nachspeise

Zunächst zu Christophs Crepes:

„Waren nicht so mein Fall. Zu pappig, schon kalt beim ersten Bissen.“

„[…] der Crepe war ein bisschen trocken, was wohl am spacigen Eisen lag.“

„Ich war mit der Nachspeise sehr zufrieden.“

Martins Pfannkuchen:

„[…] ich muss ganz ehrlich sagen, der Nachtisch hat super geschmeckt. Dafür soll er also
volle Punktzahl bekommen […].“

„Sehr, sehr lecker. Die Pflaumen haben gut mit den Heidelbeeren harmoniert. Die Pfannkuchen waren genau richtig.“

Die Bewertung ist in diesem Fall – wie auch schon beim Hauptgericht – eindeutig zugunsten einer Person ausgefallen, wie man den Kommentaren entnehmen kann: Martin.

Die B-Note

Hier wird es etwas schwieriger. Bewertet wurden Continuity, Aussehen der Speisen, Deko, Komplimente an die Jury…kurz gesagt, die gastgeberischen und gestalterischen Fähigkeiten der Kontrahenten. Das Urteil fiel vielfältig aus, je nachdem, auf was die Jurymitglieder besonderen Wert gelegt haben. Ich stelle daher einfach wieder mehrere Aussagen nebeneinander und fasse am Ende zusammen.

Zuerst ein großes Lob an beide:

„Die Menus waren von beiden ausgezeichnet zusammengestellt.“

„Sowohl bekannte Zutatenkombinationen, als auch neue kreative Zusammenstellungen […]“

Und jetzt zur Einzelkritik. Christoph bitte vortreten.

„Christophs Gerichte kamen in einer zeitlich angenehmen Reihenfolge.“

„Super Deko-Idee (die Omis waren ja auch begeistert).“

Zum Thema Komplimente: „Welche Komplimente?“

„Wo war eigentlich der Koch die ganze Zeit?“

„Alles kam in guten Abständen sehr schön angerichtet auf den Tisch. Dem Koch war leider der Stress anzusehen.“

Und Martin:

„Das Gruselthema war super gewählt und die Deko darauf abgestimmt. Das hat mir gut gefallen. Leider musste man zu oft beobachten, wie Martin minutenlang am Herd stand und das Essen ratlos angeguckt hat.“

„Also, ich muss schon sagen, der Koch Martin legte eine ‚in der Ruhe liegt die Kraft’ Haltung an den Tag, welche den meisten von uns nicht vergönnt ist. Leider hat mein Magen keine große Ruhe mehr, wenn er um 12 Uhr nachts noch eine Quiche unterbringen soll. Für das zeitliche Timing gibt es leider Abzug.“

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Jury an Christophs gastgeberischen Fähigkeiten eigentlich hauptsächlich auszusetzen hatte, dass er sich schlichtweg weniger für sie als für sein Essen interessiert hat – das war jedoch nur die Hälfte der Aufgabe. Keine Komplimente, kein kurzes Geplauder (außer übers Essen). Bei Martin das komplette Gegenteil. Ein charmanter und aufmerksamer Gastgeber, allerdings mit starken Ermüdungserscheinungen zum Schluss. Er war sehr präsent, was natürlich daran lag, dass die Küche auch das Esszimmer war. Wenn Christoph nun aber denkt, dass das ungerecht ist, dann muss ihm leider gesagt werden, dass Martin eben das zum Verhängnis wurde: wir als Jury mussten beobachten, wie Minute um Minute bei Martin auch ungenutzt verstreichen konnte, sodass das späte Essen nicht mehr alleine dem Dieb von Judiths Habseligkeiten in die Schuhe zu schieben ist. Der Unmut übers lange Warten war dann auch das Zünglein an der Waage.

Der Sieger ist (ganz knapp): Christoph



Kohlosaurus vs. Malediven

Tja liebe Freunde, die Bewertung des perfekten Dinners bei Martin steht aufgrund von fahrlässiger Trantütigkeit seitens der Jurorinnen immer noch aus, so dass sich unser Blog dann doch wieder anderen Themen zuwenden muss. Auch auf die Gefahr hin, dass ich Onkel Bens pathetisches Credo schon mal ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt habe, kommt es hier noch einmal: Mit großer Macht kommt große Verantwortung. So, das gilt aber nicht nur für Spiderman, sondern auch für uns. UIiuiuiuiuiuiuiiui, der ein oder andere aufmerksame Leser wird sogleich merken, hier wirds nun ernst. Aber kein Grund angenervt mit den Augen zu rollen: Die Freunde von Emilio Estevez können jedes ernste Thema pfiffig und interessant, jovial und mit viel Schmunzeln verbunden, präsentieren.

Diese Woche: Der Klima-Gipfel von Kopenhagen.

So, Schritt 1 ist es eine feste Basis für unsere Diskussion zu finden: Der Klimawandel ist vom Menschen verursacht, jeder der was anderes erzählt hat entweder a)einen an der Waffel oder b)wählt die FDP (ist eigentlich bereits unter a) inbegriffen)! Man muss also was tun, denn so gehts ja mal nicht weiter.

Schritt 2: Aufmerksamkeit erzeugen. Hmmmmmm, Aufmerksamkeit ist gut, nur woher nehmen wenn nicht stehlen? Beim Super-Talent auftreten indem man behauptet man hat nen fantastischen Grünen Daumen oder kann zwei Sack Seramis in einer Minute schlucken? Wäre eine Möglichkeit. Man kann aber auch, wenn man pfiffig ist, so wie die Regierung der Malediven, eine Parlamentssitzung unter Wasser veranstalten. Denn wenn der Meeresspiegel steigt, sind die Malediven als erste verschwunden.

Tja nicht schlecht, aber was machen wir? Göttingen wird, so leid es mir tut und so doll ich es mir wünsche, leider nicht als erstes von den wachsenden Meeren verspeist. Was können wir also machen? Richtig: Maskottchen! Ich sage es immer und immer wieder, Maskottchen rocken und jeder glaubt Ihnen alles.
Wir haben ja bereits mal so ne olle Moorechse vorgestellt, die das Museum für Armut supportet und seitdem ich das weiß, will ich nur noch arm sein, esse lediglich noch am Wegesrand aufgefundende Meisenknödel und heitze mit Kuhdung. Darum hat sich die Umweltbewegung auch ein Maskottchen einfallen lassen, den Kohlosaurus.

Der Kohlosaurus ist ein buckliger, behäbiger Zeitgenosse in modischem Schwarz. Seit natürliches Habitat in Deutschland sind Regionen, in denen Kohlekraftwerke entstehen sollen, denn Kohle mag der Kohlosaurus besonders gerne…..mjam lecker schmecker. (Ihr wisst also nun wie ihn anlocken könnt 😉 Der Kohlosaurus ist ein sehr emotionales Tier, welches insbesondere Freude äußerst geschickt und bestimmt ausdrücken kann und zwar in Form schwarzer Luftballons, die seinem Buckel entsteigen. Immer wenn der Kohlosaurus also von einem neuen Kohlekraftwerk erfährt, wird sein Buckel also äußerst prall und wenn er die gute Laune und Vorfreude kaum noch außhalten kann, schießt er seine Ballons Richtung Himmel. Juchu.

Hier nochmal in Action

Mich hat der Kohlosaurus überzeugt. Kohlekraftwerke sind super. Ich bau mir auch gleich eins! Helft alle mit, denn die fleißigsten Helfer bekommen von mir zwei Bricketts.

So und wer immer noch nicht weiß, wo er seine Prioritäten setzen soll, kann sich ja mal von Volker Pispers belehren lassen



Kochduell, die zweite!
November 11, 2009, 4:36 pm
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Es ist soweit – morgen wird sich zeigen, was ich aus Grappa, Corned Beef und ner Tüte Erdnusslocken zaubern kann.

Damit auch allen klar ist, wo das Kochevent des Novembers stattfinden wird, gibts von mir auch ne Karte (Edit: mannomann, ist das scheiße; also es ist der Kreuzbergring 43, und nebenbei bemerkt: MS Paint und dessen Darstellung hier im Block sind das allerletzte)

Kreuzbergring

Kreuzbergring 43/ Ecke Blumenbachstraße

Ich hoffe, damit ist alles geklärt! Bitte nichts Tim Mälzer davon sagen, sonst will der sich wieder bei mir was abgucken!